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Neuer Aussichts-Turm im Kanton Luzern
 
Rotary Club Luzern-Seetal eröffnet Turm Roten Hohenrain

 

Im Kanton Luzern gibt es einen neuen, attraktiven Aussichtspunkt: Der Turm Roten in der Johanniterkommende Hohenrain ist jetzt öffentlich zugänglich und bietet einen wunderbaren Blick über das Seetal bis in die Alpen. Der Rotary Club Luzern-Seetal als Initiant hat am Samstag den Turm der Bevölkerung übergeben. 

Rot. Otto Bachmann, Projektleiter      Architekt Rot. Ettore Cerutti (Mitte)

„In der 800-jährigen Burganlage Hohenrain lag ausgerechnet das Markenzeichen, der Turm Roten, im Dornröschenschlaf“, sagte Otto Bachmann (Hochdorf) beim Festakt letzten Samstag. Deshalb realisierte Bachmann mit dem Rotary Club Luzern-Seetal, dem er angehört, ein ehrgeiziges und kostenintensives Projekt, um den markanten Turm öffentlich zugänglich zu machen.

 

 
 
Rotary Geschenk an die Region
 
Der Rotary Club Luzern-Seetal hat in Absprache mit dem Kanton als Liegenschaftsbesitzer, dem Heilpädagogischen Zentrum als Nutzer und der Denkmalpflege einen Lift und ein modernes Office eingebaut, die WC-Anlagen erneuert und im Dachgeschoss eine Ausstellung realisiert. An die Kosten von 383'000 Franken haben der Rotary Club und seine Mitglieder den Löwenanteil von 54 Prozent beigesteuert. Der Rest stammt von  Gemeinden, Stiftungen und Firmen. „Wir sind stolz auf dieses Werk, das wir der Bevölkerung übergeben können“, sagte Adelbert Bütler, Präsident Rotary Club Luzern-Seetal. Der jetzt öffentliche Turm sei ein gutes Beispiel für das rotarische Prinzip „Dienst an der Gemeinschaft“. Bütler: „Wir leisten auf freiwilliger Basis und mit eigenen Mitteln gemeinnützige Dienste für das kulturelle und soziale Wohl unserer Gesellschaft.“
 
Stimmungsbild              Urs Mahlstein, Kantonsbaumeister (links) und Rot. Adelbert Bütler, Pastpräsident Rotary Club Luzern-Seetal
 
 
Wunderbarer Rundblick
 
Der dritte Stock des Turms Roten bietet einen tollen Panoramablick von den Glarner bis zu den Berner Alpen. „Ich bin sicher, dass innert kürzester Zeit der Turm Roten zu einem beliebten Ausflugsziel wird“, sagte Dominik Leisibach-Bieri, Präsident des neuen Vereins Turm Roten Hohenrain. Der Verein ist für die Betreuung des Turms verantwortlich. „Auch das Heilpädagogische Zentrum profitiert“, ergänzte Direktor Bruno Bachmann. Der Turm Roten sei ein schöner Ort für Apéros an Firmen-, Vereins- oder Familienanlässen. Zudem könnten Gruppen die Ausstellung besuchen und einen Apéro buchen. Und der Turm ergänzt die Seminarinfrastruktur inklusive Johannitercafé des Heilpädagogischen Zentrums.
 
          Aussicht Turm Roten
 
 
Ausstellung
 

Im Dachgeschoss gibt es nicht nur freien Panoramablick, sondern auch Kultur. Dieter Ruckstuhl, Konservator am Schloss Heidegg, hat eine kleine und attraktive Ausstellung zur Burganlage, dem Johanniterorden, der Seetaler Landschaft und zum Heilpädagogischen Zentrum geschaffen.

 

Kontaktperson: Rot. Kurt Bischof, Hochdorf im Juni 2010

 

Ausstellung Turm Roten Hohenrain: geöffnet April bis Oktober am ersten Sonntag des Monats, 14.00 bis 17.00 Uhr. Gruppenbesuche mit oder ohne Führungen auf Anfrage: aktuarin@turmroten.ch, Telefon 041 914 74 74
 
 
Ort mit Ausstrahlung
 
Um 1175 gründete der Johanniterorden in Hohenrain seine wohl erste Niederlassung auf Schweizer Boden. Noch heute erinnert das in weiten Teilen mittelalterliche Gebäudeensemble mit Kirche, Wohnturm, Komturhaus und weiteren Bauten an die Zeiten der Kreuzzüge und der Ordensritter. Nach mehr als 600 Jahren wurde die Kommende aufgehoben. Hörbehinderte Kinder und Jugendliche, zusätzlich seit 1906 geistig behinderte Kinder brachten neues Leben in die altehrwürdigen Mauern. Das Heilpädagogische Zentrum zählt heute über 300 lernende Kinder und Jugendliche.
 
Festrede von Rot. Peter Baccini     Musikalische Umrahmung    Bruno Bachmann, Direktor HPZ
 
 
Turm Roten: Neuer Lift und neuer Verein
 

Der Turm Roten der Kommende Hohenrain mausert sich zur Attraktion im Luzerner Seetal: mit einem neuen Lift, einem neuen Verein und einer geplanten Ausstellung. Das Projekt für 260'000 Franken wurde vom Rotary Club Luzern-Seetal lanciert. 

 
 
Die Burganlage Hohenrain
 

Die Burganlage Hohenrain hat eine 800-jährige Geschichte und wird vom Kanton als Heilpädagogisches Zentrum genutzt. Optisches Aushängeschild der Anlage ist der sogenannte Rote Turm. Doch dieser war bisher nicht zugänglich, „obwohl er ein erstklassiger Aussichtsturm ist, mit einem Panoramablick von den Glarner bis zu den Berner Alpen“, wie Otto Bachmann schwärmt. Der Hochdorfer hat mit seinem Rotary Club Luzern-Seetal die Initiative ergriffen, dem alten Turm neues Leben einzuhauchen.

 
 
Der Lift ist bereits eingebaut
 
In Absprache mit Denkmalpflege und Heilpädagogischem Zentrum haben die Rotarier ein Projekt für den Einbau eines Lifts entwickelt. So können im dreistöckigen Turm die Räume sinnvoll bewirtschaftet und für alle zugänglich gemacht werden. Lifteinbau und Anpassungsarbeiten für WC und Office sind bereits realisiert. In den nächsten Monaten entsteht im Dachgeschoss unter der Federführung von Dieter Ruckstuhl (Konservator Schloss Heidegg) eine Aussellung. An die Kosten von total 260'000 Franken leistet der Rotary Club Luzern-Seetal den Mammutanteil von 100'000 Franken. Dazu kommen Beiträge von Gemeinden, Firmen und Privaten. „Wir brauchen noch einige Sponsoren“, sagt Otto Bachmann.
 
 
Neuer Verein: "Turm Roten Hohenrain"
 
Für die Belebung des Turms und den Betrieb der Ausstellung ist jetzt der Verein „Turm Roten Hohenrain“ gegründet worden. Der Verein ist verantwortlich für die Organisation des öffentlichen Zugangs, den Betrieb der Ausstellung und die Betriebskosten. Dazu kommt ein sakral-kulturelle Aufgabe: Der Turm-Club soll jährlich um den 24. Juni (Johannis-Tag) ein „Johanniterfest“ für die Bevölkerung organisieren.
 
Vorstand nimmt Arbeit auf
Mitglieder des ersten Vorstandes sind: Dominik Leisibach (Präsident), Christine Benz (HPZ), Antoinette Bersier (Finanzen), Josef Leu (Rotary Club Luzern-Seetal) und Reto Anderhub (Pfadi Hohenrain). „Wir stehen am Anfang und werden uns als erstes überlegen, wie wir ganz praktisch vorgehen, damit der Turm besichtigt werden kann“, sagt Präsident Dominik Leisbach. Zum Beispiel, wann der Turm frei zugänglich ist und wie der Bedarf an Führungen durch Gruppen oder Tagungen abgedeckt wird.
 
Vereinsmitglieder sind sehr erwünscht. Anmeldungen: Verein Turm Roten Hohenrain, c/o HPZ, 6276 Hohenrain, Telefon 041 914 74 74, christine.benz@edulu.ch
Legenden
Ein neuer Verein wird den Turm Roten als Aussichtsplattform betreiben. Dominik Leisibach ist der erste Präsident des neuen Vereins Turm Roten Hohenrain.
 
Weitere Auskünfte
- Dominik Leisibach, Präsdient Verein Turm Roten Hohenrain, 041 910 38 86, dominik.leisibach@greenmail.ch 
- Rot. Otto Bachmann, Projektleiter, 6280 Hochdorf, Telefon 041 910 21 29, ottobachmann@bluewin.ch

- Rot. Kurt Bischof, Kommunikation Rotary Club Luzern-Seetal, Telefon 079 643 30 63, kurt.bischof@bischofmeier.ch

 
 
Turm Roten wird öffentlicher Aussichtspunkt
 

Der Rotary Club Luzern-Seetal schenkt der Bevölkerung einen Aussichtsturm: Der historische Turm Roten in der Kommende Hohenrain wird öffentlich zugänglich. Das Projekt mit Lift und Ausstellung kostet 180'000 Franken.

 

Seit 800 Jahren thront hoch über dem Seetal, auf Hohenrainer Boden, eine stolze Burganlage. Die Kommende Hohenrain geht auf den Johanniter-Orden zurück, ist Eigentum des Kantons und wird heute als Heilpädagogisches Zentrum genutzt.

 

Ausgerechnet der rote Turm als markantestes Gebäudeteil war bisher nicht zugänglich. Das wird sich dank der Initiative des Rotary Clubs Luzern-Seetal ändern. „Im wunderschönen Seetal ist ein solcher Aussichtspunkt eine Sensation“, schwärmt der Hochdorfer Unternehmer Otto Bachmann als Projektleiter des Rotary Clubs Luzern-Seetal. Tatsächlich, im Dachgeschoss des Turm Roten eröffnet sich ein toller Rundblick auf das Panorama von den Glarner bis zu den Berner Alpen.

 

Lift und Ausstellung

 

Mit der Öffnung des roten Turms wird das Juwel der Burganlage für das Heilpädagogische Zentrum nutzbar und für Einheimische und Touristen erlebbar. Herzstück des Projekts ist der Einbau eines Lifts in den dreistöckigen Turm. Nur mit einem Lift können die Räume im ersten und zweiten Stockwerk sinnvoll bewirtschaftet und die Aussichtsplattform allen zugänglich gemacht werden.

 

Auf der Aussichtsplattform – eine Holzkonstruktion, die balkonartig über das Mauerwerk hinausragt – ist eine kleine Ausstellung über die Geschichte des Turms, der Anlage und der Johanniter geplant. Die Ausstellung wird vom Konservator des Schlosses Heidegg, Dieter Ruckstuhl, konzipiert. Denn Hohenrain soll die Heidegg ergänzen.

 

Restfinanzierung offen

 

Die Baupläne von Architekt Ettore Cerutti (Rothenburg) sind in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und dem Heilpädagogischen Zentrum entstanden. „Wir haben grossen Respekt vor der kulturhistorisch wertvollen Bausubstanz“, betont Cerutti. Die Kosten belaufen sich auf 180'000 Franken. Die Gemeindienststiftung des Rotary Clubs Luzern-Seetal leistet den Mammutbeitrag von 100'000 Franken. Für die restlichen 80'000 Franken sucht der Rotary Club Sponsoren. Ab 1000 Franken gibt es einen Eintrag auf der Sponsorentafel – und zwei Bankettkarten zur Einweihungsfeier im Juni 2010.

 

Infos/Spenden: Rot. Otto Bachmann, Projektleiter, 6280 Hochdorf, Tel. 041 910 21 29, ottobachmann@bluewin.ch und Rot. Martin Scherrer, c/o Opes Treuhand, 6020 Emmenbrücke, Tel. 041 289 60 02, m.scherrer@opes.ch Spendenkonto: IBAN CH81 0077 8181 2362 0200 1.

 

Text von: Rot. Kurt Bischof
 
 
Rotary-Aktionstag gegen Kinderlähmung
 

Bereits über 905'000 Franken gesammelt!

(Zug). Am Samstag, 13. September 2008, hat Rotary Schweiz/Liechtenstein einen nationalen Aktionstag gegen die Kinderlähmung in Indien durchgeführt. Mit grossem Erfolg: In 200 Städten und Gemeinden haben die lokalen Rotary-Clubs an Marktständen Sonnenblumenkernen angeboten. Unter dem Motto „Mit 75 Rappen bist auch Du dabei“ wurden Tüten mit 10 Sonnenblumen verkauft – mit diesem Betrag kann ein Kind geimpft und vor einer folgenschweren Infektion geschützt werden.
Aus dem Aktionstag resultieren bisher bereits über 905'000 Franken. „Wir sind sehr zufrieden, weil der Aktionstag die wichtigste Massnahme unserer Kampagne war“, sagte OK-Präsident Andreas Kleeb (Zug) am Samstagabend. Gesamthaft will Rotary in diesem Jahr eine Million Schweizer Franken sammeln, „und das werden wir mit weiteren Spenden und Aktionen in den nächsten Monaten schaffen“.
Der Kampf gegen die Kinderlähmung ist ein wichtiger Bestandteil des humanitären Engagements von Rotary, dem ältesten Service-Club der Welt. Zusammen mit der WHO, der UNICEF und zahlreichen Regierungen konnte in den letzten 30 Jahren die Kinderlähmung um 99 Prozent reduziert werden. Mit einer gross angelegten, weltweiten Kampagne soll nun auch „die letzte Meile“ geschafft werden.

Legenden:
§   Andreas Kleeb, OK-Präsident Rotary-Kinderlähmungstag informiert an einem Stand in Luzern.
§   Auch prominente Rotarier wie der Musiker Bo Katzmann auf dem Dorfplatz Arlesheim setzten engagierten sich gegen die Kinderlähmung.

 

Rückfragen:
§   Andreas Kleeb, Präsident Nationales OK, 079 341 52 45, andreas.kleeb@redIT.ch
§  
Urs Herzog, PD Dr. med.; Governor Distrikt 1980 (2008/2009), 079 350 51 65, muu.herzog@bluewin.ch
§  
Kurt Bischof, Kommunikation Nationales OK, 079 643 30 63, kurt.bischof@bischofmeier.ch

 

 
 
Bijilo Medical Center 2009, The Gambia
 
Zwischenbericht im Advent 2009
Das Projekt Bijilo Medical Center in The Gambia, Westafrika, hält uns weiter auf Trab. Dank zahlreichen treuen Spenden und immer wieder wundersamen Fügungen können wir unsere Direkthilfe fortsetzen. Die Clinic funktioniert erfreulich und arbeitet schon recht selbsttragend. Somit können wir uns auch weiteren Projekten zuwenden. U.a. platzierten wir am medizinischen Ausbildungszentrum Apparate, die auch Medizinstudenten zur Ausbildung dienen. Medizinstudenten arbeiten auch an unserer Clilnic. Von einem Pharma Unternehmen erhielten wir aus Überproduktion Plasmotrim für die Behandlung von 22'000 Malariapatienten. Eine wahre Sternstunde für uns! Die Sendung war auch für Gambia eine Sensation und wurde von Radio und TV kommentiert. Die Regierung war für die Verteilung im ganzen Land besorgt. Im Demnächst sind wir dann wieder vor Ort. Viel Arbeit wartet auf uns. Sind wir doch daran, im Landesinnern eine kleine Geburtsstation mit Schule für Pflegerinnen aufbauen zu helfen. Dies auch im Zusammenhang mit unserer "Stamm-Clinic".
 
Kontaktperson: Rot. Theo & Mathilde Keller
   
 
Bijilo Medical Center 2008, The Gambia
 
Zwischenbericht im Advent 2008
Rot. Theo & Mathilde Keller berichten nach ihrem Besuch des Bijilo Medical Centers in The Gambia:

Soeben sind wir von einem intensiven Aufenthalt in Westafrika zurückgekehrt. Wir haben an der Clinic gearbeitet, eingehende Kontrollen und Beratungen durchgeführt, ein reiches Netzwerk gepflegt und neue Teilprojekte gestartet. Die Clinic läuft unter der gleichen Leitung des gambianischen Arztes (in Lausanne ausgebildet) sehr erfreulich. Das Uni-Spital Lausanne hat nun mit Dr. Touray ein Partnership abgeschlossen, das vor dem FMH-Abschluss stehenden Ärzten ein befristetes Arbeiten an der Clinic ermöglicht. Dieses Partnership freut uns natürlich sehr, denn es bestätigt unsere langjährige Arbeit und unser intensives Begleiten. Zudem verteilt sich die Verantwortung und Unterstützung auf weitere Partner. Eine kontinuierliche Entwicklung und fachliche Überwachung der Clinic-Tätigkeit ist somit auf längere Zeit gewährleistet.
 
Kontaktpersonen: Rot. Theo & Mathilde Keller
 
 
Entwicklung des Bijilo Medical Center, The Gambia
 
Zwischenbericht im Advent 2007
Weihnachtspost besonderer Art - Dankesgrüsse aus The Gambia, Westafrika!  
 
Bei unserem letzten Besuch im November 2007 konnten wir mit einem kleinen Fest das 5-jährige Bestehen des Bijilo Medical Center/Hospitals (Swiss Clinic) feiern. Mit finanzieller Unterstützung unseres Clubs in den Jahren 2000/2001 wurde die Clinic am 1. November 2002 eröffnet. Ab diesem Zeitpunkt betreuen wir dieses Projekt privat, teilweise mit gezielten Beiträgen vom RC Luzern-Heidegg.
 
Heute, nach fünf Jahren kontinuierlicher Aufbauarbeit, darf sich die Clinic sehen lassen. Mit einem Ambulatorium, Labor/EKG, Röntgenanlage, Operationssaal, Maternité und einer Bettenstation von 30 Betten, geniesst die Clinic bei der Bevölkerung und Regierung einen vorzüglichen Ruf. Unter Führung des in der Schweiz ausgebildeten gambianischen Arztes, Dr. med. Musa Touray, konnte das vorgegebene Ziel erreicht werden, dass die Clinic selbsttragend arbeiten kann. Unser persönlicher Einblick bestätigt dies und freut uns ganz besonders. Die künftige Unterstützung liegt in der medizinischen Beratung, der Zusendung von Medikamenten und dem Ausbau der Frauen- und Kinderabteilung.
 
Während den vergangenen sieben Jahren wurden wir vom Club und vielen einzelnen rotarischen Freunden immer wieder finanziell unterstützt. Ohne diese Hilfe wären wir niemals auf dem heutigen Stand. Nach diesem erreichten "Etappenziel", auf das wir auch etwas stolz sind, möchten wir allen Clubmitgliedern für ihre moralische und finanzielle Unterstützung ganz herzlich danken. Wir tun dies auch im Namen des beschenkten gambianischen Volkes.
 
Kontaktpersonen: Rot. Theo & Mathilde Keller
Dezember 2007
  
Zwischenbericht im Advent 2006
Rot. Theo & Mathilde Keller berichten nach ihrem Besuch im Dezember 2006 über die sehr positive Entwicklung des Bijilo Medical Centers in The Gambia.
 
Der Eingang der Clinic wurde neu gestaltet. Neu ist der ehemals sandige Boden mit Platten belegt, was bedeutend weniger Reinigungsaufwand bedeutet. Am Empfang kann nun eine gute Triage der Patienten stattfinden.
 
 
Das medizinische Labor und das Röntgengerät werden durch medizinische Fachkräfte bedient und sind täglich in vollem Einsatz.
 
                 
 
Im Operationssaal befindet sich nun ein gutes Narkosegerät und es kann jetzt auch Dauersauerstoff mittels zwei Megaflaschen und einem Mischgerät zugeführt werden. Weiter wurde im Operationssaal ein Klimagerät  fachgerecht installiert, welches nach dem behördlichen Hygiene-Test in Betrieb genommen werden kann. Die vom Rotary Club gesponserte Hygieneschleuse ist jetzt montiert und funktionstüchtig.
 
Die Bettenstationen, welche sowohl für Frauen, Männer und Kinder eingerichtet sind, wurden neu um eine Maternité erweitert. Noch in diesem Monat (Dezember 2006) wird die erste Geburt eines Kindes erwartet. Vielleicht ein Christkind? Insgesamt sind aktuell 25 Betten komplett (aus St. Urban) und 5 bis 10 Kinderbetten bereit gestellt.
 
 
 
Die Clinic verzeichnet eine grosse Nachfrage. Es gibt eine lange Liste von vorgesehenen Operationen sowohl für die Tagesklinik wie auch für stationäre Eingriffe. Aktuell werden täglich 50-60 Patienten mit der Ambulanz eingeliefert, davon werden bereits 7-12 Patienten stationär behandelt.
 
                
 
Arbeiteten vor einem Jahr noch acht Personen für das Bijilo Medical Center, so sind es im Novmeber 2006 bereits 17 Angestellte. Das Führungsteam unter der Leitung von Herrn Dr. Musa Touray besteht heute aus einem Oberpfleger und zwei Krankenschwestern, welche im Royal Victorian Hospital ausgebildet worden sind, sowie aus einem Apothekenhelfer/Pfleger, einem Röntgenassistenten und einem medizinischen Laboranten. Die restlichen Mitarbeiter arbeiten als Hilfspersonal in der Pflege, in der Reinigung, in der Küche, in der Lingerie und im Garten.
 
                    
 
Die Konsultationstaxe musste leider von 1 USD auf 1,5 USD (= CHF 1.80) auf Grund der allgemeinen Teuerung im Lande angehoben werden.
 
 
Dieser Bericht zeigt die äusserst erfreuliche Entwicklung des Bijilo Medical Center und zeigt, dass unser humanitäres Hilfsprojekt in Gambia grossartig Unterstützung zu leisten vermag. Ein ganz grosses Dankeschön gilt der Stiftung und den vielen Clubmitgliedern des Rotary Clubs Luzern-Seetal, welche immer wieder das Projekt unterstützen. Diese Entwicklung ist erfreulich und gibt Elan zum Weiterhelfen.
 
Kontaktperson: Rot. Theo Keller
Dezember 2006
 
 
Medizinisches Hilfsprojekt in The Gambia, Westafrika
 
"Peace Progess Prosperity" - Zwischenbericht November 2005
Herr Dr. Touray ist im Mai wie geplant nach seinem Ausbildungsabschluss an der Uni-Klinik Lausanne definitiv in seine Heimat zurückgekehrt. Während seiner Abwesenheit wurde die Clinic von einem angestellten Arzt aus Mali geführt.
 
Patientenzimmer     
 
Inzwischen erhielten wir eine eimalige Schenkung des Operationssaales und der Röntgenanlage aus dem verwaisten Zivilschutzzentrum Sonnenberg Luzern. Die Bettenstation wurde mit 25 Betten aus der Klinik St. Urban erweitert (Spende des RC Luzern-Heidegg). Der Entwicklungsschub seit unserem letzten Besuch von Januar 2005 ist beachtlich. Bei unserer gemeinsamen Mitarbeit in der Clinic stellten wir fest, dass zur Zeit ca. 40 bis 50 Patietnen pro Tag ambulant betreut werden, Anzahl steigend. Schwerere Fälle können auf der Bettenstation behandelt werden. Die Geräte aus der Schweiz funktionieren allesamt, sodass Labortests, EKG und Ultraschallanalysen durchführbar sind.
 
Roentgenbild     
 
Die grösste Sensation hier ist die dreissigjährige, vorher nie gebrauchte Röntgenanlage, die Bilder von bester Qualität schiesst. Es war nie unser Ziel, in The Gambia "Buschmedizin" zu betreiben, sondern einen Beitrag zu leisten für den Aufbau eines Zentrums, das zur Entwicklung einer besseren medizinischen Versorgung im Lande dient. So hat Dr. Touray nun Kontakte geschaffen zur medizinischen Fakultät der Universität Gambia. Er kann bereits Studenten an der Clinic praktisch ausbilden und wird an der Universität einen Lehrauftrag erhalten . In einem nächsten Schritt wird der Operationssaal fertig installiert. Diese Arbeiten sind anspruchsvoll, weshalb ein junger Schweizer Chirurg demnächst nach Gambia reist und seine Erfahrungen zur Verfügung stellt. Er wird assistiert von einem ortsansässigen Chirurgen, der an der Clinic operieren will. Es haben sich verschiedene Ärzte gemeldet, die zeitweise während den Ferien an der Clinic arbeiten möchten. In Planung ist die Einrichtung einer augenärztlichen Versorgung, einer gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung mit Beratung für Empfängnisverhütung und einer einfachen zahnmedizinischen Praxis.
 
Labor
 
Die gesetzten Ziele unseres Projektes sind erreicht. Dies können wir nach unserem aktuellen Besuch mit Freude bestätigen. Die Clinic funktioniert durch das aktuelle Angebot selbsttragend. Dank unserer Medikamentenspenden können auch mittellose Patienten gratis behandelt werden, was sehr oft der Fall ist. Unsere Projektarbeit konnte nur gelingen, da sie von Anfang an auf folgenden vier Eckpfeilern stand:
  1. Hauptverantwortliche medizinische Leitung und operative Tätigkeit durch Herrn Dr. med. Musa Touray, seit dreiviertel Jahren ständig anwesend.
  2. Initianten und Hauptsponsoren mit medizinischer und organisatorischer Beratung (Herr Dr. med. Theo Keller und Frau Mathilde Keller), zeitweise unterstützt von den RC Clubs Luzern-Seetal und Luzern-Heidegg (Herr Dr. iur. R. Isenschmid).
  3. NGO-Ärzteorganisation Gambia Health Care mit Sitz in Martigny (Herr Dr. med. P. Della Bianca, für rechtliche Belange und ergänzende Beratung).
  4. "Licht für Gambia", Hilfsverein aus Hasselbach, Deutschland, bestehend aus zahlreichen Freunden von Herrn Dr. Touray, die in grossartiger Fronarbeit qualifizierte Bauarbeiten gratis ausführen.
EKG
 
Somit ist ein Netzwerk entstanden, das eine breit abgestützte, tragfähige Entwicklung des Zentrums garantieren sollte. Es ist auch garantiert, dass Spenden, die uns in wunderbarer Weise immer wieder zukommen, nicht in einem anonymen Pool untergehen, sondern vor Ort eins zu eins umgesetzt werden. Es war nötig, dass wir das Projekt unsererseits seit 2002 privat weiterbetreut und mit Material regelmässig versorgt haben. Unserer Unterstützung in Zukunft wird aus Sendungen von Medikamenten, Verbandsmaterial und Laborbedarf bestehen. Es gibt auch weiterhin keine Barzahlungen, und die Clinic wird von uns sporadisch besucht. Die zollfreien Containertransporte per Seefracht funktionieren gut. Der zeitweise Einsatz von Ärzten und medizinischen Fachleuten aus der Schweiz und Deutschland wirkt sich auf die Entwicklung des BMC sehr positiv aus.
Peace Progress Prosperity
 
"Peace Progress Prosperity", dies ist der Slogan der gegenwärtigen demokratischen Regierung. Wir erleben ein friedliches, afrikanisches Land in gemächlich kontinuierlichem Fortschritt. Die Entwicklung während den vergangenen sechs Jahren ist erstaunlich. Das Land ist zwar sehr arm, aber es herrscht weder Wassermangel noch Hungersnot. Die Menschen haben begriffen, dass nur ein friedliches Zusammenleben - auch der Religionen - ihre Zukunft besser werden lässt. Mit unserer Arbeit und der Unterstützung von zahlreichen Spendern bringen wir Hoffnung und Zuversicht in eine von negativen Schlagzeilen verschonte Region in Westafrika. Allen, die sich um das Clinic Projekt interessieren, unsere Arbeit begleiten und finanziell unterstützen sei an dieser Stelle herzlichst gedankt. Jeder Aufenthalt in The Gambia gibt uns neuen Schwung, dort weiterzuwirken.
Theo & Mathilde Keller, November 2005
 
Bijilo Medical Center - The Gambia       
Gambia mit seinen 1,5 Mio Einwohnern zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Es liegt an der Westküste Afrikas umgeben vom Senegal, war britische Kronkolonie bis 1965 und wird seitdem von einer fortschrittlichen, demokratisch gewählten Regierung geführt.
 
 
Dank stabilen politischen Verhältnissen können sich zahlreiche Hilfprojekte u.a. der UNESCO , UNO und WHO erfolgreich  entwickeln.  Auf  Initiative  unseres  Clubmitgliedes  Dr. med.  Theo Keller lancierte unser Club während zweier Jahren das Grossprojekt Bijilo Medical Center.
 
 
Dabei konnten dank Spenden von Mitgliedern und Privaten mit rund CHF 100'000.- medizinische Gerätschaften, sanitäre Einrichtungen sowie Medikamente angeschafft und  in Containern von der Schweiz nach Gambia verschifft werden.
 
    
 
Am 1.11.2002 wurde die Clinic eröffnet. Sie wird von einem in der Schweiz ausgebildeten gambianischen Arzt geführt und hat seit der Eröffnung rund 12'000 Patienten medizinisch versorgt.
 
    
 
Seit Abschluss des Clubprojektes übernahm unser Partnerclub RC Luzern-Heidegg  (Leiter Rot.  Rudolf Isenschmid) erfreulicherweise eine weitere Unterstützung der Clinic. Siehe das entsprechende Projekt auf der Homepage des RC Luzern-Heidegg.
 
         
 
Um die weitere Entwicklung des Projektes zu gewährleisten, begleitet Theo Keller seit drei Jahren auf privater Basis den Ausbau der Clinic. Im Mai 2005 konnte dank einer Schenkung der Stadt Luzern aus der Zivilschutzanlage Sonnenberg ein  Operationssaal, Röntgenanlage,  zahlreiche medizinische Hilfsgeräte  und Betten nach Gambia verschifft werden.
Unser Club ist über die Nachhaltigkeit dieses Projektes erfreut.
 
 
Weitere Infos erteilt:  Rot. Theo Keller
Rothenburg, November 2003